WordPress Download Manager einrichten

Dieser Beitrag ist vor allem erstmal “adminseitig” gedacht, eine Anleitung für die Redaktionsteams folgt später.

Bei mehreren Projekten besteht der Wunsch nach einem Download-Bereich, auf dem individuelle PDF Dateien, Word-Vorlagen etc. kostenlos zum direkten Herunterladen angeboten werden sollen. Natürlich besitzen die Seitenbetreiber/innen die entsprechenden Rechte an diesen Dateien (das ist immer zu beachten! Selbstverständlich keine Fremddateien anbieten!). Mehr zu den rechtlichen Bedingungen werde ich hier gelegentlich noch verlinken.

Spezielle Anforderungen:

  1. Das Redaktionsteam soll die Downloads selbständig managen können, der Bereich muss also im Rechte-Konzept einzeln steuerbar sein und unabhängig von Bereichen sein, die den Admins vorbehalten sind.
  2. Ich hätte gern die Wahl, ob die Downloads (wie normalerweise üblich) zwischen allen anderen Dateien in der Mediathek gespeichert oder in einem eigenen Verzeichnis abgelegt werden.
  3. Die Downloads sollen nicht in der Blogartikel-Liste erscheinen, sondern auf einer eigenen Unterseite. Falls ein oder mehrere neue Downloads im Blog angekündigt oder explizit vorgestellt werden sollen, wird im Einzelfall lieber ein eigener, ganz normaler Beitrag verfasst, aber es soll keine automatischen Beiträge im Blog geben, wenn ein neuer Download eingerichtet wurde.

Bordmittel geprüft

Downloads anzubieten, ist in WordPress schon mit “Bordmitteln” ganz einfach umsetzbar: Seite oder Beitrag erstellen, Medien hochladen, verlinken, veröffentlichen.

Allerdings gibt es dann keine eigene Download-Statistik, die Formatierung ist fummelig und die Dateigröße etc. muss jedesmal manuell eingetragen werden. Außerdem funktioniert das ausschließlich direkt mit der Mediathek, und ich hätte ja gern die Option, auch auf ein Verzeichnis ausweichen zu können und damit die Downloads unabhängig von der Mediathek zu halten.

Also brauchen wir wieder mal ein Plugin, ist ja kein Problem.

Plugins getestet

Getestet habe ich die Plugins Download MonitorLana-Downloads-Manager, Advanced FileManager und noch ein paar andere. Sie sind allle gut, passen aber für unsere Projekte nicht ganz. Wen die verschiedenen Möglichkeiten interessieren, findet bei Themecoder und Kinsta gute Übersichten. Schließlich habe ich das Plugin meiner Wahl gefunden:

Favorit: WordPress Download Manager

Der WordPress Download Manager  von W3 Eden hat den Tests standgehalten. Hier die Admin-Notizen dazu:

Nach der Installation erscheint ein eigener Menüpunkt “Downloads”, der sich entsprechend im Rechte-Konzept steuern lässt. Anforderung 1 also erfüllt.

EINSTELLUNGEN

Hier ist alles wunderbar übersichtlich gehalten, alles selbsterklärend oder mit ausreichend Informationen versehen und das meiste kann erstmal so bleiben, wie es ist. Klickt man auf einen der Hilfebuttons, landet man in einem VORBILDLICHEN (!) Hilfe- und Dokumentations-Bereich der Plugin-Autoren – Chapeau!

Für uns sind im Moment folgende Einstellungen wichtig:

a) Basics:

> Server Datei Browser Verzeichnis: hier angeben, in welchem Verzeichnis auf dem Server die Downloads abgelegt werden sollen (falls man nicht mit der Mediathek arbeiten möchte). Das Plugin bietet BEIDE Optionen an: Downloads aus einem Verzeichnis oder Downloads aus der Mediathek. Anforderung 2 ist damit also auch erfüllt.

> Allowed file types to upload: wenn die Art der Downloads eingeschränkt werden soll (z.B. nur pdfs erlauben), kann das hier gesteuert werden. Ist aus Sicherheitsgründen eine Überlegung wert, muss aber mit dem Team besprochen werden.

> Dateinamen bereinigen: um HüspgüpsimitSonderzeichenundAnführungsstrichen als Dateiname zu vermeiden, einfach diese Option anhaken. Diese Möglichkeit habe ich in keinem der anderen Plugins gesehen, gefällt mir SEHR gut!

b) User Interface: hier können die Farben dem eigenen Design angepasst werden.

Mehr ist für uns in den Einstellungen erstmal nicht relevant. Es gibt viele weitere Funktionen, z.B. für geschützte Downloadbereiche, es ist also alles da, aber das brauchen wir im Moment nicht.

ERSTER TEST

Kurz den ersten Testdownload eingerichtet (erstmal aus Faulheit über die Mediathek), alles selbsterklärend. Anschliessend steht ein Shortcode zur Verfügung, der an beliebiger Stelle in einem Post oder auf einer Seite verwendet werden kann und dort genau das Layout bietet, wie ich es mir wünsche: Symbol, Titel, Dateigröße (automatisch) und Downloadbutton. Farben sind wie beschrieben in den Einstellungen > User Interface definierbar.

ToDo: ich möchte die Beschreibung dazu direkt hier unter dem Titel haben, und nicht bei Klick auf den Titel auf einer eigenen Seite landen. Das werde ich noch scripten.

Binnen kurzem hatte ich bereits die ersten 20 Downloads eingerichtet, so soll es sein. Jetzt geht es aber ans …

FEINTUNING – Admin Columns

Die Liste für “alle Downloads” im Backend sieht für mich nicht optimal aus. Das lässt sich über das Plugin Admin Columns wie immer schnell lösen. hier mein Screenshot, damit ich es für alle Projekte gleich abschreiben kann. Unter Einstellungen > Admin Columns so einrichten:

Daraufhin sieht die Liste für “alle Downloads” dann so aus, wie ich sie haben möchte:

DOWNLOADSEITE ALS BEITRAG (POST)

Es bleibt noch meine Anforderung Nummer 3 – die Download-“Seite” muss vom Team gemanaged werden können, denn sobald ein neuer Download im Backend eingerichtet ist, muss dieser ja auch per Shortcode auf der Download-Seite für alle Seitenbesucher/innen veröffentlicht werden.

Bei fast allen Projekten sieht unser Backend aber so aus, dass ich die “Seiten” (Pages) den Admin/as vorbehalte, während das Redaktionsteam auf die Beiträge (Posts) Zugriff hat.

Wie lege ich also eine Download-“Seite” an, die keine Seite (Page), sondern ein Beitrag (Post) ist? Und wie vermeide ich dann, dass dieser Beitrag (der ja keiner ist, sondern eine Seite) in der Liste aller Blog-Artikel erscheint?

Der Trick: verborgene Kategorien. Dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben, aber es funktioniert bereits in meiner Testumgebung.

Happy Surfin’
antiblabla admina

Artikel ID 588

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